Preslisa-Blog

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Elvis und ich

Hier werde ich in Zukunft immer etwas schreiben, wenn Elvis mir im Alltag begegnet. Und das passiert öfter, als man denkt. Is ja auch klar, man muß nur die Buchstaben, aus denen sich ELVIS zusammensetzt, etwas schütteln, und es wird offensichtlich: ELVIS LIVES!

Erfrischend unprätentiös und irgendwie bodenständig

ELVIS - THE CONCERTPosted by Preslisa Wed, March 28, 2012 15:36:45

1 Dirigent, 6 Musiker, 1 Symphonie-Orchester, 3 Backgroundsängerinnen, 4 Backgroundsänger und – über ihnen schwebend – 3 Bildschirme/ Leinwände: Die Bühne war voll am Montagabend in der Frankfurter Festhalle.

Aber eines war schnell klar: Bei „Elvis – the Concert“ geht es nicht um technischen Firlefanz, posthume Glorifizierung (obwohl die Sache an sich natürlich dazu beiträgt), überknadidelten Bombast und Kultabfeierei. Bei „Elvis – the Concert“ geht es um die Musik. Das ist den Original-Elvis-Musikern zu verdanken, die auf der Bühne standen. Und sie waren fast alle da.

Die Ansagen kamen alle von der Elvis-Projektion, waren kurz und knapp, nur einmal hat sich Joe Guercio eingemischt, als es galt, den Bassisten des Abends anzusagen: Norbert Putnam. Für den gab es keine Elvis-Konserven-Ansage, weil der zu Lebzeiten nie live mit Elvis aufgetreten ist, allerdings bei ca. 120 Elvis-Songs im Studio den Bass gezupft hat. Ansonsten blieb Joe Guercio ruhig, und auch kein anderes Mitglied der TCB-Band, keine der Damen von den Sweet Inspirations, keiner von den Imperials hat zu reden begonnen. Es hätte sich durchaus angeboten, ein paar Elvis-Fun-Facts mit dem Publikum zu teilen. Aber darum ging es nicht, und das finde ich auch sehr gut so.

Lediglich zu Konzertbeginn wurde bildtechnisch etwas tiefer in die Bombast-Trickkiste gegriffen: Der Saak wurde dunkel. „Also sprach Zarathustra“ erklingt (in den 70ern das Standard-Elvis-Konzert-Intro). Auf der (noch vor der Bühne hängenden) Riesenleinwand wird ein Riesenglobus gezeigt. Darüber in fetten Lettern: ELVIS PRESLEY. Dann: FRANKFURT. Dann: 26.03.2012. Zoom auf den Globus: Europa. Dann: Deutschland. Hessen. Frankfurt. Die Festhalle. Rein in die Festhalle. Der Rücken eines Elvis-Kostüms wurde gezeigt. (Ob da Original-Aufnahmen, vielleicht von Elvisens letztem dokumentierten Konzert 1976 waren, vermag ich nicht mehr zu sagen. Hier hatte mich schon die erste Jubelattacke übermannt und meine Wahrnehmung war etwas gefühlsbenebelt). Die Kamera folgt dem Elvis-Rücken durch ein paar Flure, ein Bühneneingang wird sichtbar. Spot auf die Bühne. Eine lebensecht-große Elvis-Projektion tritt in den Lichtkegel und begrüßt das Publikum. Die Leinwand geht hoch und gibt den Blick auf die Bühne frei. – Das fand ich wirklich ganz schön groß!

Danach gab es keine solche Spielerei mehr. Man sah die Band auf der Bühne, über ihren Köpfen eine größere Projektionsfläche, rechts und links davon 2 kleinere. In der Mitte war meistens der Live-Elvis zu sehen. Auf den anderen beiden Flächen Dokumentarische Szenen und Fotos quer durch Elvis‘ Karriere hinweg. Wenn’s an die Soli der Musiker ging, wurde der Musiker und der live von heute gezeigt. Da sah man schon, dass James Burtons Finger nicht mehr so flink sind wie damals, dass die Sweet Inspirations mit ihren Stimmen nicht mehr so hoch kommen. Aber ich fand schon erstaunlich, wie es so einer Band gelingt, live so tight zu einer vom Band kommenden Gesangsspur zu spielen. Sehr beachtlich. Und sie haben auch nicht 1:1 die Versionen von damals intoniert, sondern (abgesehen von der Songstruktur) auch ihrem heutigen Niveau entsprechend, aber immer voll dabei, konzentriert und liebevoll gespielt. Das fand ich hingebungsvoll und bewundernswert. Von der Seite der Musiker war das also kein hollywoodeskes Spektakel, keine morbide Ausschlachtung eines toten Performers. Ich hatte den Eindruck, alle genießen es einfach, nochmal mit Elvis und miteinander auf der Bühne zu stehen.

Das fand ich besonders eindrucksvoll, wenn James Burton auf die Aufforderung vom Konserven-Elvis („Play it, James“) zum Solo ausholte oder Glen D. Hardin zum Beginn von „My Way“ und „Bridge Over Troubled Water“ Elvis solo begleitet hat.

Deswegen steht mein Blog heute im Zeichen der Lobhudelei dieser tollen Musiker:

http://www.tcbfanclub.com/

Irgendwie tolle Typen, die in ihrem Leben nicht nur mit Elvis, sondern auch mit anderen tollen Typen Musik gemacht haben. Zum Beispiel Gram Parsons. Find ich auch groß…

Dieser Blog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber morgen folgen weitere Eindrücke…


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