Preslisa-Blog

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Elvis und ich

Hier werde ich in Zukunft immer etwas schreiben, wenn Elvis mir im Alltag begegnet. Und das passiert öfter, als man denkt. Is ja auch klar, man muß nur die Buchstaben, aus denen sich ELVIS zusammensetzt, etwas schütteln, und es wird offensichtlich: ELVIS LIVES!

Noch eine Woche - ELVIS in der Festhalle Frankfurt/Main

ELVIS - THE CONCERTPosted by Preslisa Mon, March 19, 2012 17:53:55

„Elvis – The Concert“ – seit 13 Jahren ist Elvis - der tote Elvis - auf Welt-Tournee. Zu Lebzeiten hat er das nie geschafft, ist nur in den Vereinigten Staaten aufgetreten. Es war wohl mal eine Australien-Tour angedacht, und im Wembley-Stadion in London sollte er auch mal spielen – hat aber alles nie stattgefunden. Und jetzt, fast 35 Jahre nach seinem Tod, füllt Elvis weltweit die Hallen. Ein Live-Konzert, bei dem die wichtigste Person ein Toter ist. Irgendwie morbide und obszön. Und rekordverdächtig. Das war den Menschen vom Guiness-Buch der Rekorde einen Eintrag wert: die erste Live-Performance eines Toten. Das Prinzip ist ja auch ganz einfach: Halb-Playback – nur andersrum. Die Band spielt live, die Stimme kommt aus der Konserve.

Wer geht da hin, zu so einer Veranstaltung? Offensichtlich nicht nur eine Hand voll emotional gestörter Elvis-Fanatiker, sondern jede Menge Leute, die die Tour dieses Programms seit 13 Jahren laufen lassen. Auch rekordverdächtig. Aber ohne mich! Hab ich zumindest bis vor kurzem noch gedacht… Wenn ich da hingehe, wird es mir nur wehtun, dass man Elvis eben nicht mehr live erleben kann. Und das Ton- und Bildmaterial von Elvis wird aus den jedem Elvis-Freund hinlänglich bekannten Materialien seiner Konzert-Filme „That’s The Way It Is“, „Elvis on Tour“ und vom Konzertmitschnitt von „Aloha from Hawaii“ und vielleicht noch vom Comeback-Special stammen. Das Zeug kenne ich in- und auswendig, jeden Atmer von Elvis kann ich da quasi mitsingen. Elvis wird sein Publikum (und auch seine Band) nicht mit unvorhergesehenen Melodie-Schnörkeln oder einem spontanen „Hello Frankfurt“ überraschen können. Dinge eben, die ein Live-Konzert erst richtig spannend machen, dass zwischen Publikum und Performer oder mit einem Song spontan etwas Neues, für diesen Abend Einzigartiges, entsteht, die werden am 26.03.2012 in der Festhalle in Frankfurt nicht stattfinden. Da wird mich nichts überraschen können. Oder etwa doch? Wird Elvis etwa nicht nur eine schnöde Leinwand-Projektion sein? Sondern eine interaktive hyperreale 3D-Projektion? Ein Elvis-Computer? Na, das wär vielleicht doch etwas zu albern…. Eins steht jedenfalls fest: Ich werde mich nicht mit anderen Ladies um verschwitzte Elvis-Schals kloppen können. Oder mir während „Can’t help Falling In Love“ am Bühnenrand einen Kuß von Elvis abholen.

Aber gespannt bin ich auf die Band – die alten Recken der TCB-Band, die hoffentlich alle am Start sind: James Burton, Jerry Scheff, Ronnie Tutt, Glen D. Hardin. Die haben Elvis zumindest wirklich live erlebt und auf unzähligen Konzerten in echt begleitet. Joe Guercio, der original-zu-Elvis-Lebzeiten-musikalische-Leiter, ist jedenfalls auf dem Konzertplakat angekündigt…

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